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Das «Zauberwägeli» besucht Kinder im Spital

Ein lustiges Kartenspiel zum Zeitvertrieb. – Foto Anne Godinat

Für die ganz jungen Patienten sind Spitalbesuche oftmals mit Unsicherheiten, Ängsten, Schmerzen und Langeweile verbunden. Sie erhalten Besuch vom «Zauberwägeli». Die Stiftung SYMPHASIS unterstützt dieses Engagement.

Das klinische Spitalumfeld birgt für Kinderpatienten oftmals viele Herausforderungen. Auch wenn das Pflegepersonal darauf bedacht ist, den Patienten zu helfen, sind viele alltägliche Spitalvorgänge gerade für Kinder nur schwer nachvollziehbar. Die Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal müssen von einem Einsatz zum nächsten eilen und haben daher oftmals kaum Zeit, auf Ängste, Sorgen und Schmerzen der Kinder und deren Eltern einzugehen. Dies veranlasste die ausgebildete Kinderkrankenpflegerin Mägi Galeuchet 1996 dazu, das «Zauberwägeli» zu gründen. Das «Zauberwägeli» soll Spiel und Spass in die Krankenzimmer der jüngsten Patienten zaubern und ihnen die Möglichkeit geben, sich an ein offenes Ohr wenden zu können.

Alles, was das Herz begehr
Was 1996 mit einem «Zauberwägeli» begonnen hat, umfasst heute zahlreiche Einzelwagen, alle farbenfroh verziert und mit allerlei Spiel- und Bastelsachen, Kinderbüchern, Marionetten, Schminke, Luftballons, Instrumenten und Musikabspielgeräten ausgestattet. «Mit dem ‹Zauberwägeli› fahren wir von Zimmer zu Zimmer und statten den kranken Kindern einen rund halbstündigen Besuch ab», erklärt Mägi Galeuchet. Während dieser halben Stunde schenken die ausgebildeten Pflegekräfte den Kindern ihre volle Aufmerksamkeit. Dies freut nicht nur die Kinder, sondern entlastet auch die Eltern, die sich während den fürsorglichen Besuchen der «Zauberwägeli»-Truppen um Einkäufe kümmern oder auch einfach eine Tasse Kaffee trinken gehen können. Galeuchet: «Wir erhalten sehr viel positives Feedback und spüren die Erleichterung, wenn sich die Kinder und deren Eltern mit uns ungestört unterhalten.» Dabei sollen die Kinder nicht nur die Gelegenheit erhalten, mit Spiel und Spass ihre Sorgen etwas zu vergessen, sondern auch über Gefühle wie Heimweh, Angst oder gar Wut sprechen zu können. Mit diesem Angebot will Mägi Galeuchet keine Kritik am gebotenen Service der Spitäler üben, denen sie grosses Verständnis entgegenbringt, sondern auch das Spitalpersonal entlasten. Und diese Dienstleistung wird von den Spitälern auch gerne und immer häufiger in Anspruch genommen.

Schweizweiter Service zum Ziel
Während im Jahr 1996 das «Zauberwägeli» 588 Kinder besucht hat, waren es 2012, unterstützt von über 30 weiteren ausgebildeten Pflegefachkräften, bereits rund 2700 Kinder in sieben Spitälern in der Westschweiz. «Unser langfristiges Ziel ist es, diesen Service in allen Schweizer Spitälern mit einer Kinderabteilung anbieten zu können. Der Besuch des ‹Zauberwägelis› soll jeden Tag möglich sein und somit zum Spitalalltag dazugehören.» In diesem Bestreben unterstützt der Fonds SONNE der Stiftung SYMPHASIS den Verein «Zauberwägeli» bereits seit mehreren Jahren.

Quelle: Symphasis

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